Mit seiner Investition möchte der Anbieter von Stahllösungen, der seinen Firmensitz auf der dänischen Insel Fünen hat, weiter in Märkte vordringen können, in denen die Bearbeitung von Großblechen von bis zu 14 Metern nachgefragt wird.

 

„Dadurch werden wir attraktiver für die Offshore- und Transportbranche. Gerade in diesem Sektor besteht ein Bedarf an Blechen im – nennen wir es einmal – XXL-Format“, beginnt Sales Manager Søren Eriksen.

 

Ib Andresen Industri hat bereits den Fuß in der Tür mehrerer Großakteure in diesen beiden Branchen. 

 

„Dank des Ausbaus können wir automatisierte Bearbeitung auf einer noch höheren Stufe anbieten. Unsere Kunden gewinnen dadurch letzten Endes auf ihren Märkten noch mehr Wettbewerbsfähigkeit. Das heißt, wir sind jetzt in der Lage, Aufträge zu übernehmen, die wir bisher ablehnen mussten.“

 

Mehrere Prozesse in einem Arbeitsgang

„Die Kombianlage ist eine Bearbeitungsanlage, die mehrere Prozesse in einem Arbeitsgang verbinden kann“, erklärt Projektkoordinator Morten Jensen. Hierbei handelt es sich um Prozesse wie Bohren, Stanzen, Gewindeschneiden und Plasmaschneiden. 

 

Die Anlage bündelt nicht nur mehrere Prozesse, sondern ist auch eine Hochpräzisionsanlage, die über eine Länge von 14 Metern Löcher mit einer Toleranz von nur +/- 0,5 mm bohren und stanzen kann. 

 

Dazu ist die Maschine in der Lage, weil sie die Blechposition ständig neu berechnet und ihr Programm an die Blechtemperatur anpasst, die sie vor Bearbeitungsbeginn misst.  

 

„Die gesamte Kombianlage ist 80 Meter lang, jedoch müssen nicht alle Werkstücke sämtliche Prozesse durchlaufen, sondern können schon eher entnommen werden. Das ging früher zum Beispiel nicht. Und das bringt mehr Flexibilität.“

 

Darüber hinaus befinden sich die großen, leistungsstarken Abkantpressen, in denen Bleche mit einer Länge von bis zu 14,4 Metern gebogen werden können, in derselben oder in angrenzenden Werkhallen. So gelangen die großen Bleche von der Kombianlage zügig zur nächsten Bearbeitungsstation.

 

Morten Jensen erklärt weiter, dass auch die Steuerungssoftware aktualisiert wurde, damit die Anlagenbediener neue Aufträge leichter und schneller in Gang setzen können.

 

„Die vorgenommenen Aktualisierungen bringen uns ein gutes Stück voran auf unserem eingeschlagenen Weg zu noch mehr Automatisierung“, schließt Morten Jensen.

 

Nach Ib Andresens Berechnungen lassen sich zwischen 80 und 90 Prozent der Bohr- und Gewindeschneidaufgaben von manuellen Arbeitsstationen auf die Anlage verlagern.